Geben und Nehmen: Raus aus dem automatischen Ja
Shownotes
Der Ayni-Check (drei Fragen vor dem nächsten Ja)
- Habe ich das gerade übrig?
- Gebe ich das gern, oder gebe ich es, weil ich Angst habe, sonst nicht mehr gemocht zu werden?
- Könnte ich annehmen, was zurückkommt?
Dazu der Satz für den Moment: „Ich schau es mir an und sag dir morgen Bescheid.“
Übung im Rückblick
- Was hätte dein Körper dir damals geantwortet, wenn du ihn gefragt hättest?
Beim Durchspielen mit der Kollegin
- Wann hast du deine Kollegin zuletzt um etwas gebeten?
Reflexionsfragen zum Schluss
- Wo in deinem Leben gibst du gerade mehr, als du übrig hast?
- Bei wem fällt dir das Annehmen besonders schwer?
- Welche Zusage dieser Woche würdest du heute anders beantworten?
- Wo fließt in meinem Leben gerade etwas nur in eine Richtung?
- Was würde sich verändern, wenn ich mir selbst genauso verlässlich zusage wie anderen?
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Transkript anzeigen
00:00:02: Ich habe in meinem Leben so oft ja gesagt, bevor ich auch nur eine Sekunde nachgespült habe.
00:00:07: Jemand hat mich irgendwas gefragt und mein Ja war schneller draußen als jeder Gedanke daran ob ich dafür überhaupt noch Kapazitäten habe oder ob das gerade in meinen Alltag oder in mein Leben passt.
00:00:20: Und manchmal wusste ich es im selben Moment schon oder erst ein paar Stunden später dass ich das überhaupt nicht hinbekomme.
00:00:27: Aber da ich ja schon zugesagt hatte, musste es jetzt irgendwie gehen ob ich wollte oder nicht.
00:00:55: Den Anden gibt es dafür ein eigenes Wort für das, was in solchen Momenten aus dem Gleichgewicht gerät.
00:01:03: Das heißt, Annie und ist erklärt ziemlich genau warum ein schnelles Jahr so oft erschöpft, obwohl es doch irgendwie auch freundlich gemeint war.
00:01:11: Und genau darüber sprechen wir in dieser Episode.
00:01:13: Ich freue mich riesig dass du wieder dabei bist Denn es geht darum, was hinter einem Jahr ohne deine Kapazität steckt Was die Quere unter Annie verstehen und warum Annehmen.
00:01:23: dabei genauso wichtig ist wie geben Ende gibt es wieder drei Fragen für dich, für den Moment vor deinem nächsten Jahr und einen Satz der dir genau in diesem Moment ein bisschen Zeit verschafft.
00:01:36: Das sind auch gute Aussichten also gehen wir rein.
00:01:38: ich wünsche dir ganz viel Freude mit dieser Episode!
00:01:43: Es ist kurz vor Feierabend du hast die Jacke schon an der Hand und plötzlich steht ein Kollege vor dir und fragt dich ob du noch diese eine Sache übernehmen könntest.
00:01:52: Und ja, es gibt diesen Moment in dem das halt einmal passiert.
00:01:55: Es gibt aber auch Teams und ich war Teil dessen... In dem das Standard ist!
00:02:01: Und daher weiß ich auch wie schnell dieses Nacklar mache noch aus einem herauskommen kann.
00:02:07: Wenn wir genug Zeit haben und genug Luft dazwischen ist dann ist es vielleicht gar nicht so das große Problem.
00:02:13: Aber es gibt auch diese Momente Von denen du weißt, dass es jetzt eigentlich zu viel ist.
00:02:18: Weil du selber auf dem Weg zu einem Termin bist oder jemanden anderen schon etwas anderes zugesagt hast und du merkst es dann einfach irgendwie wie sich's im Bauch festsetzt.
00:02:27: also dieses Bauchgefühl dieses Ungute Und genau um diesen Moment geht es heute um diese eine Sekunde zwischen Frage und Antwort die bei vielen von uns gar nicht mehr stattfindet.
00:02:39: Und Spoiler Alert, wenn du dich darin wiedererkennst liegt es sehr wahrscheinlich nicht an deiner fehlenden Disziplin oder daran dass du zu nett bist.
00:02:47: Es kommt aus einer anderen Richtung und ein Ja ohne Kapazität sieht im Alltag meistens ja gar nicht so dramatisch aus.
00:02:55: Das ist eher der Kuchen für den Elternabend den du um elf Uhr nachts noch schnell in den Ofen schiebst.
00:03:00: Ist das der Umzug einer Freundin am Samstag obwohl du dir genau diesen Samstag seit Wochen freigehalten hast?
00:03:07: Es ist die Sprachnachricht von zwölf Minuten, die du sofort beantwortest während du selbst kaum Luft zum Atmen hast.
00:03:15: Und ja jede dieser Zusagen ist für mich genau genommen klein!
00:03:19: Aber zusammen addiert ergeben dir einfach einen Alltag in dem du ständig Dinge hinbekommst, die Du eigentlich gar nicht zusagen wolltest und in dem für dich selbst am Ende das übrig bleibt was die anderen nicht gebraucht haben.
00:03:34: Denn mal ehrlich, das Unangenehme daran ist ja nicht die Arbeit, die wir damit haben.
00:03:38: Die meisten Sachen machen wir auch irgendwie gerne!
00:03:41: Ich backe unglaublich gerne Kuchen – es kommt nur einfach immer im falschen Moment.
00:03:46: und da ist dieses leise Gefühl dahinter, dass du dich selbst übergangen hast.
00:03:51: Und dazu kommt halt meistens leider noch dieses Gefühl von Ärger bzw.
00:03:56: von Scham weil Du ja freiwillig Ja gesagt hast.
00:04:00: So, und jetzt habe ich dir gesagt wir sprechen darüber wie die Querochamanen.
00:04:04: Das ist ein Volk in den Anden, in den Peruanischen Anden auf diese Situation schauen würden Und sie würden wahrscheinlich nicht sagen das es ein Problem von zu viel Hilfsbereitschaft wäre sondern ein Problem vom Verhältnis bzw des Ausgleiches.
00:04:22: Und jetzt darfst du mal kurz für dich überlegen, wieviel Abende bzw.
00:04:27: Wie viel Zeit hast Du in diesem Monat für Zusagen hergegeben, die Du in Wahrheit gar nicht machen wolltest?
00:04:33: Nimm dir dafür ruhig ein Moment Zeit und ich kenne dieses Problem sehr gut!
00:04:38: Ich habe es so oft ja gesagt und erst danach gemerkt dass ich gar nicht wusste, wie ich das jetzt eigentlich hinbekommen soll Denn die Zusage stand hier schon und ich musste dann immer wieder einen Weg finden Wie ich es dann eben doch hinbekomme, aber den Preis dafür habe ich natürlich meistens selbst bezahlt.
00:04:56: Und jetzt könnte man kurzfristig gedacht vielleicht denken die naheliegende Lösung für so ein Muster ist sich einfach besser zu organisieren.
00:05:05: Sich vielleicht eine bessere Liste zur erstellenden Checkliste oder den Zeitplan oder den Wecker oder die halbe Stunde einfach früher losgehen.
00:05:15: also all diese Dinge nochmal zu optimieren.
00:05:18: Und es hilft genau so lange bis die nächste Anfrage kommt, denn das Problem sitzt ja gar nicht in deinem Kalender.
00:05:24: Es sitzt in der Sekunde, in der du antwortest ohne dabei dich selbst einmal mitzufragen.
00:05:32: und mir hat an dieser Stelle ein Prinzip aus dem Schamanismus der Anden etwas sichtbar gemacht bzw.
00:05:42: mir zu einer Erkenntnis geholfen Und darin geht es eben darum, zu schauen an welcher Stelle das Gleichgewicht kippt.
00:05:50: Denn man kann sich sehr lange immer wieder optimieren aber im Grunde gibt es keine Technik dafür einfach mehr zu schaffen als wir leisten können.
00:05:59: Zumindest nicht in diesem Kontext.
00:06:02: so also die Quero Schamanen leben in den Anden Also seit vielen Tausenden von Jahren und viele sehen in ihnen Traditionen der Inka.
00:06:16: Und dieses Prinzip habe ich aus einem Buch von Alberto Veoldo, der eben ganz lange immer wieder mit den Quero gelebt und gelernt hat.
00:06:27: Er beschreibt beziehungsweise er übersetzt dieses Prinzip als eini und das Wort übersetzt man am besten mit Gegenseitigkeit.
00:06:38: Und ganz konkret im Alltag bedeutet das, hilfst du deinen Nachbarn bei der Kartoffelernte.
00:06:43: Helfen sie dir wenn dein Dach neu gedeckt werden muss.
00:06:47: also man hilft sich gegeneinander.
00:06:48: niemand schreibt es auf Niemand führt Buch und trotzdem weiß jeder dass Hilfe immer wieder zurück fließt.
00:06:54: und so bleibt auch eine ganze Gemeinschaft im Gleichgewicht in der man sonst nicht durch den Winter käme.
00:07:02: Und wenn du auf dem Dorf groß geworden bist oder vielleicht aufm Dorf lebst und da eine ähnliche Gemeinschaft ist, weil ich kenne das sehr gut.
00:07:09: Ich bin auf einem Dorf gross geworden.
00:07:12: Da ist es heute ganz häufig einfach immer noch so.
00:07:15: Ich war letztens mal wieder zu Hause in meinem Ursprungszuhause und bin damit vielen Menschen in Kontakt gekommen.
00:07:22: Und da war es exakt noch so wie vor zwanzig Jahren.
00:07:26: jemand hat sich ein Haus gekauft.
00:07:28: Am Wochenende kommen da halt fünf oder zehn Leute, die dann halt irgendwie helfen und jeder kann irgendetwas anderes.
00:07:35: Und es war ganz lange Zeit in meinem Leben völlig logisch dass wenn man ein Problem hat das man jemanden fragt der genau dabei helfen kann.
00:07:44: Und im Ausgleich dazu ist man natürlich auch da wenn jemand anderes was braucht.
00:07:49: aber ich konnte das lange nicht verstehen wie Firmen überhaupt überleben können wenn die ganzen Mitarbeiter in ihrer Freizeit natürlich bei Freunden und bei Bekannten einfach helfen.
00:08:00: Und ich rede jetzt hier nicht von Schwarzarbeit, sondern ich rede wirklich von Nachbarschaftshilfe!
00:08:05: Und so ist es also... In dieser Umgebung bin ich einfach aufgewachsen.
00:08:09: Also für mich war das völlig normal.
00:08:11: Aber je nachdem unter welchen Bedingungen man so lebt wie zum Beispiel auf viertausend Meter in den Anden bedeutet es natürlich auch die Frage von Überleben im Winter So und eini beschreibt im Grunde das richtige Verhältnis.
00:08:26: Also gemeint ist eine Beziehung in der geben- und nehmen sich die Waage halten, und das gilt bei den Quvero nicht nur zwischen den Menschen sondern das gilt auch für das Nehmen von der Erde, die du vielleicht schon mal unter dem Begriff Patscher Mama gehört hast und geben auch etwas zurück.
00:08:52: Genau das passiert übrigens bei den Zeremonien, von denen ich schon öfter mal gesprochen habe.
00:08:57: Ich hab jetzt erst im letzten Jahr meine Initiation dafür bekommen diese Pajamama-Zeremonie durchzuführen und hab sie auch schon ein paar Mal durchgeführt.
00:09:07: Das passiert auf jeden Fall immer bei den Retreats Und wenn es sich dazwischen findet dann natürlich auch.
00:09:14: Also das ist eine Zerefonie die niemand immer wiederholt.
00:09:18: Dort wird sie eben nicht nur als Pacha Mama-Zeremonie betitelt, sondern vielleicht hast du den Begriff des Pacho schon mal gehört.
00:09:26: Und in dieser Zeremonies werden ganz viele, ich glaube auf meiner Einkaufsliste damals für diese Initiation standen knapp hundert verschiedene Opfergaben und die werden da ein kleine Päckchen gepackt und eben der Mutter Erde übergeben bzw.
00:09:44: den Abhus sind die Geister der Berge Also die Bergspirits, die eine sehr hohe Bedeutung haben im Schamanismus.
00:09:53: Und genau dieses Packen von Gaben für Mutter Erde oder eben für die Apus – das ist eben auch einig!
00:10:01: Für das richtige Verhältnis sorgen.
00:10:04: und nur um es klarzumachen geht hier nicht um einen Tauschhandel oder eine Strichliste führen, so nach dem Motto ich habe dir jetzt dreimal geholfen.
00:10:12: Jetzt bist du dran sondern es geht um ein Verhältnis das insgesamt stimmt und dass du spürst bevor du irgendwelche Berechnungen dazu anstellen könntest So wenn wir jetzt einen Jahr ohne Kapazitäten geben.
00:10:27: also du gibst ein Jahr raus obwohl du weißt du hast überhaupt keine Zeit dafür.
00:10:31: Also du weist es erst hinterher.
00:10:33: darauf sind wir gerade schon eingegangen dann wirkt das erst mal großzügig.
00:10:38: Aber im Sinne der Gegenseitigkeit bringt es das Gleichgewicht trotzdem durcheinander und zwar an gleich drei Stellen gleichzeitig!
00:10:49: Und die erste Stelle bist du selbst, wenn du gibst was du gerade nicht übrig hast nimmst du es dir woanders weg zum Beispiel beim Schlaf bei deinen Pausen oder den Menschen die dir am nächsten stehen.
00:11:02: Und deshalb bedeutet diese Gegenseitigkeit auch das Verhältnis zu dir selbst und genau dieses Verhältnis wird bei einem schnellen Jahr fast immer übersehen.
00:11:12: Bei uns selber sieht es natürlich irgendwie unspektakulär aus, weil es ist ja... Mal nur eine Stunde hier oder mal ne Stunde da, vielleicht wolltest du eigentlich lieber abends mal ne Runde spazieren gehen weil du den ganzen Tag auf deinem Hintern gehockt hast in deinem Büro.
00:11:27: Aber genau diesen Spaziergang den darfst du genauso ernst nehmen wie den Termin mit deinem Chef- oder deiner Chefin.
00:11:34: und es ist auch das Mittagessen dass du nicht am Tisch isst
00:11:37: bzw.,
00:11:38: dass du am Tisch essen solltest und nicht nebenbei am Schreibtisch.
00:11:42: Auch das kenne ich sehr gut.
00:11:43: Das Ding ist halt wer sich selbst nie etwas zusagt sich selbst ein Versprechen gibt, hat beim nächsten Jahr an andere schon verloren.
00:11:51: Weil im Kalender einfach oder scheinbar immer Platz ist und es ist ein Problem!
00:11:57: Wir dürfen uns genauso wichtig nehmen wie das was von außen kommt.
00:12:01: Und die zweite Stelle ist die Beziehung zu den Menschen, die dich dann halt fragen oder der Mensch, der dich gefragt hat Ein Geben, dass dich leer macht?
00:12:14: Das kippt mit der Zeit Und da entsteht halt auch leider so ein leiser Groll und du merkst es an kleinen Dingen, am vielleicht etwas knappen Ton in der nächsten Nachricht oder an diesem inneren Satz.
00:12:30: So immer bin ich diejenige, die das jetzt wieder auslöffeln darf, aus baden darf aber die andere Person weiß davon meistens ja gar nix Denn die anderen Personen hat dein Ja als ein sehr freundliches und zuvorkommendes Jahr wahrgenommen.
00:12:45: Und an dritter Stelle, was vielleicht ein bisschen überraschend klingt.
00:12:51: Haben wir die Problematik dass der, der immer nur gibt dem anderen kaum eine Möglichkeit gibt etwas zurückzugeben.
00:12:59: und ganz viele Menschen die schwer nein sagen können die tun sich mindestens genauso schwerer mit Hilfe anzunehmen.
00:13:05: und wenn sie dann mal Hilfe angeboten bekommen dann kommt meistens sowas wie nie.
00:13:10: das passt schon.
00:13:11: ich mach es einfach selbst.
00:13:13: Vielleicht kennst du das auch.
00:13:15: Ich kannte es auch, also ich kenne das aus der Vergangenheit und im Sinne von Gegenseitigkeit ist dass genauso ein Ungleichgewicht denn annehmen gehört zur Gegenseite dazu Und ich finde diesen Gedanken sehr entlasten Denn Du musst dich nicht in einen Menschen verwandeln Der ständig nein sagt und seine Grenzen verteidigt wie so eine Festung.
00:13:38: Es geht Viel mehr darum, das Geben und Nehmen in deinem Leben wieder in beide Richtungen fließen.
00:13:45: Es darf in beide Richtung fließen!
00:13:48: Und bevor wir jetzt zum Werkzeug kommen, lohnt sich nochmal ein Blick darauf, warum das Jahr überhaupt so schnell kommt Denn bei vielen Menschen ist es gar keine bewusste Entscheidung.
00:13:57: Es ist vielmehr ein Reflex der früher irgendwann in der Vergangenheit einmal sinnvoll war.
00:14:04: Vielleicht hast du früh gelernt dass es in deiner Familie ruhiger wird, wenn du mithilfst.
00:14:10: Vielleicht hast Du gelernt oder erlebt dass Du Anerkennung bekommst Wenn Du verlässlich bist und wenn Du keinen Ärger machst.
00:14:19: Und diese Erfahrungen setzen sich natürlich fest.
00:14:23: Jahre später antwortest Du Deiner Kollegin Oder Deinem Kollegen oder Deine Freund Deiner Freundin Mit derselben Schnelligkeit mit der Du damals als Kind eine Situation gerettet hast.
00:14:39: Und man könnte schamanisch betrachtet auch sagen, dass hier so etwas wie eine alte Abmachung einfach weiterläuft die du heute so nicht mehr treffen würdest.
00:14:50: und eine solche Abmache kannst du jederzeit neu prüfen.
00:14:54: das ist die gute Nachricht denn die stammt aus einer Zeit in der Du viel weniger Möglichkeiten hattest als du sie heute hast.
00:15:03: Wenn du das jetzt aber verstanden hast, ist leider trotzdem noch nicht so viel passiert.
00:15:08: Aber du kannst jedes Deine Muster verstehen und es immer erst mal der erste Schritt dorthin.
00:15:16: Du kannst aber halt leider auch trotzdem darin weiterleben.
00:15:19: Und interessant wird es in der Sekunde, in der das nächste Mal jemand fragt Kannst du das vielleicht übernehmen?
00:15:28: Könntest du nicht noch schnell?
00:15:29: Wärst du mal so gut!
00:15:31: Ich schaffe's nicht.
00:15:32: Und genau deshalb bekommst du jetzt was für genau diese Sekunde.
00:15:37: Einen Gegenseitigkeitscheck sozusagen oder drei Fragen, die du dir selbst stellst bevor du antwortest.
00:15:46: und die erste Frage ist habe ich das gerade übrig?
00:15:49: Gemeint ist deine Zeit, deine Kraft.
00:15:52: auch dein Kopf spürt da kurz mal rein in deinen Körper bevor dein Verstand die Antwort übernimmt.
00:15:58: Merkst du, dass sich dein Hals verengt?
00:16:00: Dass es einen Ziehen in der Brust gibt.
00:16:02: Das ist schon eine sehr, sehr deutliche Antwort!
00:16:05: Die zweite Frage lautet gebe ich das gerne oder gebe ich es weil ich Angst habe sonst nicht mehr gemocht zu werden?
00:16:13: Denn ein Ja aus Freude stärkt die Beziehung.
00:16:17: Das ganz wichtig zu verstehen.
00:16:19: Wir geben ja gerne grundsätzlich und wenn wir Ein Jahr aus Freude geben, dann gibt es auch der Beziehung etwas in der wir uns gerade befinden.
00:16:30: Wenn das ein Jahr aus Angst ist, dann kostet es dich jedes Mal ein kleines Stückchen von dir selbst!
00:16:38: Und die dritte Frage lautet könnte ich annehmen wenn ich etwas zurück bekomme und diese Frage finde ich deshalb ganz spannend weil sie dir zeigt ob du dich noch in einem Verhältnis bewegst oder schon in einer Einbahnstraße Und damit du für diese drei Fragen überhaupt Zeit hast in dieser Sekunde, also beziehungsweise in diesem Moment, indem du gefragt wirst hilft dir ein Satz.
00:17:04: Das ist der wichtigste Satz überhaupt den ich in dieser Beziehung verstanden habe und mittlerweile so krass anwende wenn nicht nur den Funken eines kleinen Zweifels habe.
00:17:17: Ich schaue es mir an und melde mich morgen zurück.
00:17:20: Wirklich das ist der Wichtigste Satze den ich gelernt habe in Bezug auf diese Sache.
00:17:28: Denn der Satz ist, weder ein Nein noch eine Ausrede.
00:17:31: erholt dir diese Sekunde zurück die dir dein schnelles Jahr bisher immer wieder genommen hat und wenn du magst probier das gerne gleich heute mal aus.
00:17:40: denk an die letzte Zusage die dich hinterher erschöpft hat und stell dir drei Fragen einfach im Nachhinein einfach mal um zu testen wie es denn gewesen wäre damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie dein Körper reagiert.
00:17:57: Was hätte dein Körper dir damals geantwortet wenn du ihn gefragt hättest?
00:18:01: Und diese Antwort bekommste auch jetzt noch!
00:18:04: Und nicht jede Antwort auf diesen Check ist ein klares Ja oder ein klares Nein.
00:18:10: Manchmal liegt die passende Antwort auch dazwischen und die wenigsten von uns haben das geübt oder so gelernt.
00:18:18: aber du kannst auch mit einem ja eine Grenze geben.
00:18:22: Ja, ich helfe dir gerne beim Umzug.
00:18:24: Bis zum Mittag bin ich dabei.
00:18:26: oder zur Kollegin Diese tu du schaffe Ich nicht aber ich schaue mir supergerne deinen Entwurf morgen früh für eine halbe Stunde an und Du kannst natürlich auch um etwas bitten dass das Verhältnis wieder ausgeleicht so was wie?
00:18:41: Ich übernehme das gerne.
00:18:42: Kannst du dafür nächste Woche einen Termin am freitag mitmachen?
00:18:45: Und das letzte Beispiel fühlt sich für viele von uns vielleicht erst mal ungewohnt an Weil es irgendwie den Eindruck erwecken könnte, dass das unverschämt sei.
00:18:54: Aber im Sinne der Gegenseitigkeit ist es das Gegenteil.
00:18:58: du gibst einer anderen Person nämlich direkt die Möglichkeit etwas zurückzugeben und genau so bleibt eine Beziehung auch lebendig!
00:19:08: Und für die kommende Woche habe ich noch eine kleine Übung für dich und die geht in eine andere Richtung und ich möchte dich bitten nimm einmal etwas an ohne es sofort auszugleichen Wenn dir jemand einen Kaffee mitbringt, deine Nachbarin dir anbietet die Pakete anzunehmen oder ein Freund dir beim Tragen hilft.
00:19:31: Dann sag doch einfach mal Danke und lass es so stehen!
00:19:36: Und achte auch mal darauf was in dir passiert denn viele merken in diesem Moment so'n starken Drang sofort etwas zurückzugeben am besten noch am selben Tag.
00:19:44: Und genau dieser Drang der zeigt dir wie ungewohnt das Nehmen für dich ist.
00:19:49: Und einie lässt ihr Zeit, denn ein gutes Verhältnis gleicht sich über Wochen und Monate aus.
00:19:56: Und nicht innerhalb von fünf Minuten.
00:19:58: Und im Vergleich dazu ist es ein Ja das dich halt jedes Mal Lehrer macht?
00:20:03: Ein Kredit den du dir selbst aufnimmst.
00:20:06: Irgendwann zahlst du zurück mit Müdigkeit, mit Kräul oder mit einem Abend an dem du irgendwie gar nichts mehr spürst Und rechne auch damit, dass es sich erst mal irgendwie ungewohnt anfühlt.
00:20:19: Dass dein Herz vielleicht ein bisschen klopft wenn du sagst ich sage dir morgen Bescheid und Du vielleicht auch den Impuls verspürst dich lange und breit erklären zu müssen.
00:20:28: Lass die Erklärung einfach mal ein bisschen kürzer ausfallen.
00:20:31: Wenn du dich überhaupt erklären musst Musst du nämlich meistens gar nicht Ne?
00:20:35: Wir haben meistens nur das Gefühl, dass wir jetzt noch erklären müssten Warum wir nein sagen müssen.
00:20:42: wir meistens gar nicht.
00:20:43: Aber wenn es sich besser für dich anfühlt, dann lasst die Erklärung einfach ein bisschen kürzer ausfallen als dein Kopf es gerne gehabt hätte.
00:20:51: und ich kann dir auch aus eigener Erfahrung sagen Menschen in deinem Umfeld werden kurz irritiert sein weil sie dein schnelles Jahr gewohnt sind.
00:21:00: Viele gewöhnen sich überraschend schnell daran Und manche sind sogar erleichtert Weil Sie endlich wissen woran sie bei Dir sind.
00:21:09: Wieder andere werden sich vielleicht von Dir drinnen.
00:21:11: Auch das habe ich gerade erst erlebt.
00:21:14: Und ich kann dir sagen, es fühlt sich gut an und dein Ja bekommt dadurch einfach auch mehr Gewicht, ne?
00:21:24: Denn es kommt als ein echtes Jahr – Ein Ja, dass du wirklich willst, ein Ja, das du von Herzen gerne gibst.
00:21:31: Das ist wieder was wert!
00:21:34: Und vielleicht spürst du beim Zuhören trotzdem so'n kleinen Widerstandsonnen Ja aber bei mir geht's nicht.
00:21:42: Die anderen verlassen sich darauf.
00:21:44: Milch, ja das stimmt wahrscheinlich sogar.
00:21:47: Und gerade deshalb lohnt es sich dass dein Ja verlässlich bleibt und verlässig bleibt es nur wenn du's halten kannst ohne dich selbst dabei aufzubrauchen.
00:21:58: Du musst dafür nicht ein altes Muster bekämpfen.
00:22:00: Wachstum braucht keinen Krieg gegen die Person die du heute bist.
00:22:05: Es reicht vollkommen aus wenn du beim nächsten Mal einfach eine Sekunde länger wartest.
00:22:09: nimm dir zum Schluss noch einen Moment für Ein paar Fragen, du musst sie nicht alle sofort beantworten.
00:22:16: Lass sie einfach mit dir durch die Woche gehen!
00:22:19: Ich lese sie dir vor und ich pack sie auch in die Shownotes.
00:22:23: wo in deinem Leben gibst du gerade mehr als du übrig hast?
00:22:27: Bei wem fällt dir das Annehmen besonders schwer?
00:22:31: Welche Zusage diese Woche würdest du gerne heute anders beantwortet?
00:22:37: Wo fließt in meinem Leben gerade etwas?
00:22:40: nur eine Einrichtung.
00:22:42: Was würde sich verändern, wenn ich mir selbst genauso zuverlässig zusagen würde wie anderen?
00:22:50: Und manchmal liegt das Ungleichgewicht oder ganz häufig sogar liegtes Ungleich Gewicht gar nicht in der Gegenwart.
00:22:58: Manche Beziehungen sind längst vorbei und trotzdem fließt noch etwas aus dir dorthin ab weil es einfach nicht klar beendet wurde.
00:23:08: Genau darüber sprechen wir nächsten Donnerstag!
00:23:10: In der kommenden Podcast-Episode, wir schauen uns an wie alte Bänder entstehen.
00:23:18: Warum dich ein Mensch noch beschäftigt mit dem du längst nichts mehr zu tun hast und wie du diese Verbindungen lösen kannst ohne Krollen und ohne Schuldzuweisung?
00:23:27: Und wenn du das Gefühl hast dass der Schamanismus dich ruft und du gerne tiefer in dieses Feld einsteigen möchtest lernen möchtes mit diesen Energien umzugehen Die unsere Welt formen, die unsere Welt bestimmen.
00:23:42: Dann lass uns gerne dazu sprechen.
00:23:44: du kannst dir deinen kostenfreien Kennenlerntermin mit mir bufen.
00:23:49: wir setzen uns online zusammen und schauen so circa zwanzig-fünfundzwanzig Minuten auf das Thema oder deine Situation die dich gerade beschäftigt und dann nochmal um die zwanzige Minuten wie du den Weg mit mir weitergehen könntest und ob ihr natürlich auch zusammenkassend.
00:24:07: ich freue mich riesig Dich kennen zu lernen, du findest den Buchungslink auf faltenbruch.de-munus-minuten.
00:24:17: Ich packe ihn dir natürlich auch hier unten in die Show Notes und dann hören wir uns spätestens am Donnerstag wieder mit einer neuen Podcast Episode!
00:24:26: Bis dahin, deine Carina.
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